Mirrored's Legende - Die Legende der Astena -


,,Die Menschen glauben teilweise noch heute daran, dass es Götter gibt. Diese Götter leben weit oben, über den Wolken in ihrer eigenen Welt Elysio. Es gibt unzählig viele, aber die schönste und wohl verehrteste war die Göttin Astena. Astena war so schön, dass selbst einige Götter ihrem Anblick verfielen. Bei den Göttern ist es so, dass sie einen Schwur ablegen. In diesem Schwur beteuern sie die ewige Liebe zu einer Person. Einmal gesprochen kann dieser Schwur nicht rückgängig gemacht werden und selbst wenn ein Gott stirbt, gilt dieser Schwur. Solange beide Partner den selben Partner wählen, ist alles gut. Hat nun ein Gott einen Schwur ausgesprochen und die Person, für die der Schwur bestimmt war schwört jemand anderen seine Liebe, stirbt dieser Gott. Götter sind seltsam, so kam es oft vor, dass ein Gott seine ewige Liebe Astena schwor.
Der Göttervater Judicar sah so viele Götter natürlich gefährdet, denn mit einem Schwur konnte Astena die halbe Götterwelt ausrotten. So ließ der Vater Astena zu ihm bringen und belegte sie mit einem Siegel. Sollte sie jemals jemanden ihre Liebe schwören, so sollte derjenige auf der Stelle sterben. Selbst wenn er ihr Liebe geschworen hatte. So würde es einen Schwur von Astena verhindern, da ihr Geliebter dann sterben würde, so dachte Judicar.

Damit aber so etwas gar nicht erst eintrat, stellte er eine Leibgarde an Astena Seite. Jalesca, seine eigene Tochter. Sie sollte Astena nun auf Schritt und Tritt verfolgen und so geschah es auch.

Jalesca nahm ihre Aufgabe sehr ernst und überwachte Astena Tag und Nacht. Mit den Jahren verschwanden die Anspannungen zwischen ihr und Astena und die beiden wurden Freunde. Astena wusste, dass Jalesca den Auftrag hatte, sie zu töten, sollte sie jemand ihre Liebe auch nur zeigen wollen. Doch Astena hatte nicht mal jemanden, den sie liebte. So setzten sich Astena und Jalesca gemeinsam für die Menschen ein, gaben ihnen die Macht der Magie und kümmerten sich um sie. Weit entfernt vom Götterreich. Es war eine Art Flucht doch irgendwann holte sie ihre Herkunft ein. Der Göttervater Judicar hatte Angst, die Menschen könnten mit ihrer Magie so mächtig werden, dass die Götter bald ersetzt wurden. So ließ er einen großen Riesen auf die Welt los. Astena und Jalesca hingegen besiegten diesen Riesen, nichts ahnend, dass der Göttervater ihn geschickt hatte.

Dann ließ Judicar einen anderen Planten auf die Erde prallen. Dabei wurde Jalesca lebensgefährlich verletzt. Sie starb. Mit ihrem Tod verschwand Astena spurlos. Jahre später erschien sie wieder in Elysio und lebte von nun an dort zurückgezogen und voller Trauer um ihre Freundin. Viele Götter wollten sie sehen und das ganze fing von vorne an, mit dem unterschied, das Astena nun keinen Aufpasser mehr hatte. Judicar war dies gar nicht recht und so ließ er Astena in seinen Palast bringen. Nun wollte er sie überwachen.

Sie machte es ihm leicht und ging nur Nachts aus ihrem Zimmer, immer in den Garten, dort wo Jalesca am liebsten gewesen war. Eines Nachts, der Palast schlief, huschte Astena wieder aus ihrem Zimmer und ging in den Garten. Die Nacht war ruhig und es wehte kein Wind. Da hörte sie Stimmen miteinander reden. Es war der Gott der Erde, der lautstark mit dem Göttervater Judicar stritt. Er warf Judicar vor, dass die Welt wegen ihm in Wasser versank und das Judicar das beheben müsse. Der Gott der Erde schrie Judicar auch an, dass er schon damals mit dem Meteor und dem Steingolem ein Auge zugedrückt hatte, doch nun wollte er, das sich Judicar für immer von der Erde fern hielt. Astena hingegen hatte genug gehört. Nun wusste sie, wer für den Tod ihrer Freundin verantwortlich war und sie wusste, was sie nun zu tun hatte.
Tage und Monate später war aus der Astena, die sich in ihrem Zimmer eingeschlossen hatte eine Frau geworden, die im Elysio tanzte und die Herzen der Götter raubte. Mehr Schwüre denn je wurden auf sie gelegt. Eines Tages feierte der Göttervater Judicar sich selbst und lud alle Götter dazu ein. Auch Astena war dabei und sie machte dem Göttervater das Geschenk, für ihn zu tanzen. Sie wirbelte durch die Halle und kam dem Göttervater immer näher. Dann blieb sie stehen.

Alles verstummte. Sie hob den Kopf und schaute den Göttervater an. Dann sprach sie mit lauter und klarer Stimme. ,,So wie der Frühling blüht und so wie die Sonne auf ewig scheinen wird...so unendlich wird meine Liebe zu dir sein...Göttervater Judicar.“ Die Wachen waren nicht schnell genug, der Göttervater sprang in Panik auf. Die Götter schrien und tobten...und dann war alles still.“


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